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Bergwetter - Alpen

Wetterlage

Von Westen macht sich am Donnerstag Zwischenhocheinfluss bemerkbar. Von Frankreich nähert sich aber schon das nächste Tief, das nach Südosten vorstößt. Die damit verbundene Kaltfront löst im Vorfeld bereits eine erhöhte Gewitteraktivität aus, nachts erreicht sie die Westalpen und am Freitag quert sie die Ostalpen. Dahinter nimmt der Luftdruck wieder zu und die Temperaturen steigen merklich an.

Westalpen: Aussichten für Donnerstag, 30.06.2022

Großteils kann man bis in den Nachmittag hinein mit sehr sonnigem und stabilem Bergwetter rechnen. In einigen Tälern im Randbereich zur Poebene liegt hochnebelartige Bewölkung. Diese wandeln sich allmählich in Quellungen um, auch sonst bilden sich im Tagesverlauf größere Haufenwolken. Daraus sind zuerst zwischen den östlichen Walliser Alpen und Gotthard gewittrige Regenschauer möglich. Nachmittags steigt das Risiko dafür überall sukzessive an. Gegen Abend muss man besonders im Nordwesten und Norden verbreitet mit teils kräftigen Gewittern rechnen, die ergiebige Regengüsse und stellenweise Hagel bringen können. Nur südlich der Dauphiné und in den Ligurischen Alpen dürfte es zumeist trocken und gewitterfrei bleiben.


Temperatur
In 2000 m 13 bis um 16 Grad, in 3000 m 6 bis 8 Grad, in 4000 m bis um -1 Grad.


Nullgradgrenze
zwischen 3900 und 4100 m.


Wind in hochalpinen freien Lagen
erst mäßig, tagsüber auffrischend auf 20 bis 40 km/h aus Südwest, in Föhnschneisen auch stark bis 60 km/h im Mittel.


Gewitterrisiko
am Vormittag gering, nachmittags stark ansteigend. Bemerkungen: keine.

Ostalpen: Aussichten für Donnerstag, 30.06.2022

Großteils kann mit recht sonnigem und am Vormittag auch stabilem Bergwetter rechnen. Etwaige Restwolken lösen sich auf, bzw. wandeln sich allmählich in Quellungen um. Auch sonst bilden sich mit der kräftigen Tageserwärmung und auflebendem Südwestwind vermehrt große Haufenwolken. Daraus dürfte es zuerst auf der Alpensüdseite zu einzelnen lokalen Regenschauer oder Gewittern kommen. Im Laufe des Nachmittags steigt das Risiko dann im Westen an, beginnend mit dem Bregenzerwald und bis zum Abend östlich davon bis etwa Salzburg/Osttirol. Sonst bleibt es weitgehend trocken. Nachts sind am Westrand der Ostalpen im Vorfeld einer Kaltfront kräftige Gewitter möglich.


Temperatur
In 2000 m 15 bis 18 Grad, in 3000 m um 9 Grad.


Nullgradgrenze
auf rund 4100 m steigend.


Wind in hochalpinen freien Lagen
Mäßig, in Föhnschneisen allmählich auch lebhafte aus Süd.


Gewitterrisiko
am Vormittag sehr gering, dann erst im Süden leicht ansteigend, später im Westen mäßig. Bemerkungen: Keine.

Westalpen: Aussichten für Freitag, 01.07.2022

Eine Kaltfront zieht in den frühen Morgenstunden von Westen mit teils kräftigen Schauern und im Süden auch mit Gewittern herein. Die Schneefallgrenze sinkt knapp unter 3000m. Noch am Vormittag lassen die Schauer im Westen nach, am Nachmittag auch im Osten und es lockert auf. Vor allem in den französischen Alpen verläuft der Nachmittag durchwegs sonnig. Der lebhafte Wind dreht hinter der Front von Südwest auf West und wird etwas schwächer.


Temperatur
In 2000 m von 13 bis 16 Grad, in 3000 m von 3 bis 7 Grad, in 4000 m bis um -4 Grad


Nullgradgrenze
von 3300 bis 4000 m


Wind in hochalpinen freien Lagen
In 2000 m bis um 10 km/h, in 3000 m bis um 30 km/h, in 4000 m bis um 40 km/h im Mittel, Böen bis um 60 km/h aus dem Sektor Südwest.


Gewitterrisiko
von 20 bis 60 %, vor allem in den italienischen Alpen sind verbreitet Gewitter zu erwarten

Bemerkungen
am Mont Blanc und in der Monte Rosa Gruppe gibt es ein bisschen Neuschnee

Ostalpen: Aussichten für Freitag, 01.07.2022

Von Westen zieht eine Kaltfront mit teils kräftigen, gewittrigen Schauern und Abkühlung herein, Schneefallgrenze gegen 3000 m sinkend. Östlich der Linie Dolomiten- Hochköng bleibt es vormittags trocken, oft sonnig und wird heiß, ehe im Laufe des Nachmittags auch hier mit dem Aufkommen von Schauern und Gewittern zu rechnen ist. Vor der Front weht teils lebhafter Südwind, hinter der Front dreht er auf West und wird schwächer.


Temperatur
In 2000 m von 7 bis 15 Grad, in 3000 m von 3 bis 6 Grad


Nullgradgrenze
von 3400 bis 4100 m


Wind in hochalpinen freien Lagen
In 2000 m von 10 bis 30 km/h, in 3000 m bis um 30 km/h im Mittel aus dem Sektor West.


Gewitterrisiko
von 30 bis 60 %, vor allem gegen Osten zu hohe Gewittergefahr

Bemerkungen
keine

Westalpen: Aussichten für Samstag, 02.07.2022

Zum Samstag hin nimmt der Hochdruckeinfluss zu. Etwaige Restwolken lösen sich am Morgen bald auf und man kann allgemein mit sehr sonnigem und stabilem Bergwetter rechnen. Die Temperaturen steigen wieder deutlich an, in 3000 m auf 8 bis 11 Grad, in 4000 m auf rund 3 Grad. Anfangs mäßiger, am Nachmittag leicht auffrischender Wind aus West bis Südwest.

Ostalpen: Aussichten für Samstag, 02.07.2022

Am Samstag lösen sich Restwolken meist rasch auf und es wird sehr sonnig. In allen Höhen wird es wieder deutlich wärmer und damit ist es sehr stabil, es zeigen sich nur harmlose Quellungen. In 2000 m mittags von Ost nach West 12 bis 16 Grad, in 3000 m 7 bis 9 Grad. Mäßiger Wind aus West bis Südwest.

Westalpen: Aussichten für Sonntag, 03.07.2022

Der Vormittag verläuft sonnig mit guten Sichten. In der etwas labiler werdenden Luftmasse bilden sich Haufenwolken, die sich nachmittags stellenweise zu lokalen Schauern und einzelnen Gewittern entwickeln. Bei unveränderten Temperaturen weht mäßiger, in den Schweizer Alpen lebhafter bis teils starker Wind aus West bis Südwest.

Ostalpen: Aussichten für Sonntag, 03.07.2022

Es wird schon wieder etwas labiler. Morgendliche Wolkenfelder verschwinden, es wird zunächst sonnig. Im Tagesverlauf türmen sich Quellwolken auf, die sich vor allem im Westen zu lokalen Schauern und Gewittern entwickeln können. Von den Niederen Tauern ostwärts bleibt es voraussichtlich stabiler. Bei unveränderten Temperaturen frischt nur ganz im Westen Westwind auf, sonst meist nur schwach bis mäßig windig.

Trend Westalpen ab Montag, 04.07.2022

Mit Westwind wird es deutlich labiler. Vor allem an den Nachmittagen sind Schauer und Gewitter verbreitet zu erwarten. Die Nullgradgrenze liegt nach wie vor etwas über 4000m. Am Donnerstag mit Drehung der Strömung auf Nordwest fließt etwas kühlere Luft ein, dabei bleibt es oft unbeständig, wetterbegünstigt dürfte der Alpenbogen bleiben.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): mittel


Trend Ostalpen ab Montag, 04.07.2022

Mit Westwind wird es in der neuen Woche deutlich labiler. Vor allem an den Nachmittagen sind Schauer und Gewitter verbreitert zu erwarten. Die Nullgradgrenze liegt bei etwa 4000m. Am Mittwoch fließt mit Drehung der Strömung auf Nordwest zunehmend kühlere Luft ein, dabei bleibt es oft unbeständig, die Schneefallgrenze könnte deutlich unter 3000m sinken. Wetterbegünstigt dürften die Südalpen bleiben.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): mittel


Trend Westalpen ab Montag, 04.07.2022

Mit Westwind wird es deutlich labiler. Vor allem an den Nachmittagen sind Schauer und Gewitter verbreitet zu erwarten. Die Nullgradgrenze liegt nach wie vor etwas über 4000m. Am Donnerstag mit Drehung der Strömung auf Nordwest fließt etwas kühlere Luft ein, dabei bleibt es oft unbeständig, wetterbegünstigt dürfte der Alpenbogen bleiben.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): mittel


Trend Ostalpen ab Montag, 04.07.2022

Mit Westwind wird es in der neuen Woche deutlich labiler. Vor allem an den Nachmittagen sind Schauer und Gewitter verbreitert zu erwarten. Die Nullgradgrenze liegt bei etwa 4000m. Am Mittwoch fließt mit Drehung der Strömung auf Nordwest zunehmend kühlere Luft ein, dabei bleibt es oft unbeständig, die Schneefallgrenze könnte deutlich unter 3000m sinken. Wetterbegünstigt dürften die Südalpen bleiben.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): mittel


Trend Westalpen ab Montag, 04.07.2022

Mit Westwind wird es deutlich labiler. Vor allem an den Nachmittagen sind Schauer und Gewitter verbreitet zu erwarten. Die Nullgradgrenze liegt nach wie vor etwas über 4000m. Am Donnerstag mit Drehung der Strömung auf Nordwest fließt etwas kühlere Luft ein, dabei bleibt es oft unbeständig, wetterbegünstigt dürfte der Alpenbogen bleiben.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): mittel


Trend Ostalpen ab Montag, 04.07.2022

Mit Westwind wird es in der neuen Woche deutlich labiler. Vor allem an den Nachmittagen sind Schauer und Gewitter verbreitert zu erwarten. Die Nullgradgrenze liegt bei etwa 4000m. Am Mittwoch fließt mit Drehung der Strömung auf Nordwest zunehmend kühlere Luft ein, dabei bleibt es oft unbeständig, die Schneefallgrenze könnte deutlich unter 3000m sinken. Wetterbegünstigt dürften die Südalpen bleiben.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): mittel


letzte Aktualisierung durch den ZAMG-Wetterdienst Innsbruck: 30.06.2022 um 10:06 Uhr

Erhöhte Unfallgefahr auf Hochtouren

Schneefreie Gletscher im Frühsommer

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Die Saison für Hochtouren beginnt erst langsam, doch bereits jetzt im Frühsommer muss vor besonderen Gefahren gewarnt werden. Das Unfallrisiko ist derzeit stark erhöht. Darauf weist das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit (ÖKAS) hin. Auf den Gletschern in den Alpen herrschen besondere Bedingungen. Im Winter hat es nicht viel geschneit und die warmen Temperaturen haben dafür gesorgt, dass Schneebrücken auf den Gletschern gar nicht vorhanden oder so schwach sind, dass Spaltenstürze leicht passieren können. Dies bestätigt Alexander Radlherr von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Viele Gletscher in den Alpen sind bereits am Beginn der Saison komplett schneefrei. Bergsteiger*innen treffen außerdem vielerorts auf ausgeapertes Blockgelände. Auch hier ist die Gefahr von Unfällen höher als sonst. Die Gletscherbäche führen bereits so viel Wasser wie im Hochsommer. Normalerweise wird der Abfluss um diese Jahreszeit durch die Schneeauflage gebremst. Das muss bei der Planung berücksichtigt werden. „Vorsicht ist geboten und eine gute Tourenvorbereitung sowie ein Umdenken werden erforderlich“, erklärt Peter Paal, Präsident des ÖKAS. Die Statistik des ÖKAS zeigt: Die Hauptursache bei Unfällen in der vergangenen Saison ist Sturz, Stolpern oder Ausgleiten (48 Prozent). Bei tödlichen Unfällen sind es im 10-Jahres-Mittel 27 Prozent. 8 Prozent gehen auf Spaltenstürze zurück.