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Was ist Speed-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Wie es der Name sagt: beim Speed geht es um Schnelligkeit. Also darum, eine weltweit genormte Route, bei der die Länge und Neigung der Wand sowie die Größe, Form und Position der Griffe und Tritte immer identisch sind, schnellstmöglich nach oben zu klettern. Gesichert wird beim Speed mit Seilsicherung von oben, also im Toprope. Die Athletinnen und Athleten müssen am Ende der Route auf einen Buzzer schlagen, dann wird die Zeit gestoppt. Die Speedtour ist bei Wettkämpfen 15 Meter hoch, hängt fünf Grad über und hat einen Schwierigkeitsgrad von UIIA 7+. Da es sich immer um die gleiche Griffabfolge handelt, können sich die Kletterinnen und Kletterer optimal vorbereiten. Sie prägen sich bei unzähligen Gos den Bewegungsablauf so ein, dass sie ihn verinnerlicht haben und genau wissen, welchen Griff sie wie nehmen beziehungsweise wohin sie ihren Fuß setzen müssen. Beim Speedklettern ist neben einer hohen Schnell- und Maximalkraft deshalb auch eine große Greif- und Trittpräzision notwendig. Außerdem sind im Wettkampf, der über mehrere Runden geht, bei höchster Geschwindigkeit Schnellkraftausdauer und Nervenstärke erforderlich. 

Was ist Olympic Combined?

Das neue Wettkampfformat

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Im Sommer 2016 beschloss das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Aufnahme von Sportklettern in das Olympische Programm. Bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2020 wird die Premiere stattfinden. Der Wettkampfmodus für Tokio ist ein neu geschaffenes Kombinationsformat, das Olympic Combined, das sich aus den drei Disziplinen Lead, Bouldern und Speed zusammensetzt. Der Wettkampf bei Olympic Combined läuft über zwei Runden: Qualifikation und Finale, die an unterschiedlichen Tagen stattfinden. Jede Athletin und jeder Athlet muss in allen drei Disziplinen starten. Die Abfolge ist festgelegt: Begonnen wird mit Speed, danach kommt Bouldern und als letzte Disziplin Lead.   Die Ergebnisse aus der Qualifikationsrunde werden multipliziert und daraus ein Ranking erstellt. Kletterer A hat beispielsweise in den drei Disziplinen die Platzierungen 2, 5 und 10, die multipliziert eine Punktezahl von 100 ergeben. Kletterer B landet in allen drei Disziplinen auf Platz 6 und erhält 216 Punkte. Kletterer A hat weniger Punkte, landet in der Gesamtwertung also vor Kletterer B und hat bessere Chancen, ins Finale einzuziehen. Die acht Athleten mit der niedrigsten Punktezahl werden dort starten. Im Finale werden die drei Disziplinen mit kurzer Pause direkt hintereinander geklettert. 

Was ist Lead-Klettern?

Die Sportart als Wettkampf

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Lead, also das Klettern mit Seil, wird auch als Vorstiegs- oder Schwierigkeitsklettern bezeichnet. Es ist die traditionellste Disziplin des Kletterns. Hier geht es darum, eine definierte Route in einer vorgegeben Zeit möglichst sturzfrei zu durchklettern – beziehungsweise höher als die anderen Starterinnen und Starter zu kommen. Seit mittlerweile über 30 Jahren hat sich das Leadklettern als Wettkampfsportart etabliert – 1989 ging der erste Weltcup über die Bühne. Zu Beginn fanden die Wettkämpfe noch am Fels statt, beim „Rockmaster“ im italienischen Arco beispielsweise, einem der ältesten Sportkletterwettkämpfe überhaupt. Inzwischen aber werden Wettkämpfe in Hallen an bis zu 20 Meter hohen Kunstwänden durchgeführt. Für diese Disziplin ist vor allem Ausdauer und Kraft nötig. Daneben sind eine ausgefeilte Technik und eine gute Taktik gefragt, um an der Weltspitze mitklettern zu können. Zunehmend sieht man bei den Leadwettkämpfen aber auch spektakuläre Sprünge oder Bewegungen, wie die „Figure Four“, bei dem mangels Tritt das Bein über den Unterarm gehängt und aus dieser Position weitergezogen wird.   Das Niveau beim Leadklettern ist mittlerweile sehr hoch, bei den Deutschen Jugendmeisterschaften beispielsweise sollte die männliche Jugend A den 9. UIAA-Grad beherrschen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren liegen die Schwierigkeiten bereits bei UIAA 10/10+, international sogar noch höher: Bei den Weltcups werden Touren bis zum UIAA-Grad 11-/11 geklettert. 

Was ist Bouldern?

Die Sportart als Wettkampf

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Bouldern bedeutet Klettern ohne Seil in Absprunghöhe – also einer Höhe, aus der noch ohne Verletzungsgefahr abgesprungen werden kann. Weichbodenmatten sollen bei einem eventuellen Sturz vor Verletzungen schützen. Das Bouldern ist eine eigene Disziplin des Sportkletterns und hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Bei dieser Kletterdisziplin geht es darum, Probleme zu lösen, also Boulder richtig zu lesen. Im Wettkampf müssen komplexe Einzelzüge und komplizierte Bewegungsabläufe in einer vorgegeben Zeit bewältigt werden: Ziel ist es, den Topgriff, also den obersten Griff, mindestens drei Sekunden lang stabil zu halten. Beim Bouldern ist vor allem Maximalkraft gefragt. Diejenigen Kletterinnen und Kletterer, die an der Weltspitze dabei sein wollen, brauchen darüber hinaus ein hohes Maß an Athletik, eine sehr gute Beweglichkeit und ein ausgeprägtes Koordinationsvermögen. Akrobatische Bewegungsabläufe, Sprünge oder ungewöhnliche Körperpositionen gehören mittlerweile zum abgefragten Repertoire bei den Wettkämpfen. Durch seine spektakulären Bewegungen, viel Action in kurzer Zeit sowie dem zuschauerfreundlichen Modus hat das Wettkampfbouldern in den vergangenen Jahren zunehmend an Anziehungskraft gewonnen. Zu dem diesjährigen Boulderweltcup in München, bei dem der deutsche Starter Jan Hojer Bronze gewann, kamen mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher. 

Rückblick auf ein bewegtes Jahr

Jahresbericht 2018 liegt vor

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Das Jahr 2018 hielt nicht nur eine sehr gute Saison für Alpenvereinshütten bereit, sondern auch eine erfolgreiche Abschlussexpedition der Männer des Expedkaders, die Gründung des Fördervereins Alpines Museum und wieder ein Finale des Boulderweltcups im Münchner Olympiastadion. Unter #climbtotokyo ging es um Klettern und Olympia, im Alpinen Museum konnte die Ausstellung "gerade wild. Alpenflüsse" besucht werden, eine Studie zum Stressabbau durch Bergwandern wurde durchgeführt, auf der Hauptversammlung wurde die Digitalisierungsoffensive "alpenverein.digital" auf den Weg gebracht, die Causa Riedberger Horn wurde beigelegt und Höhepunkt in Sachen Naturschutz war der Auftakt der internationalen Kampagne #unserealpen gemeinsam mit ÖAV und AVS im Dezember. Im Jahresbericht 2018 sind die wichtigsten Themen, Projekte und Veranstaltungen des Deutschen Alpenvereins kompakt zusammengefasst: 

Klettern in Deutschland – Zahlen, Daten & Fakten

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Das Interesse am Klettern & Bouldern nahm in den zurückliegenden Jahren stark zu. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen wieder, die der Deutsche Alpenverein (DAV) in verschiedenen Leserbefragungen und repräsentativen Studien erhoben hat.

Der DAV in Zahlen

Der DAV im Überblick

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Der Deutsche Alpenverein ist der größte Bergsportverein der Welt und einer der großen Sport- und Naturschutzverbände in Deutschland. Stand: 29. Juli 2019 9. Mai 1869 gegründet 1.289.641 Mitglieder 358 regionale Vereine, sogenannte „Sektionen“, im gesamten Bundesgebiet; zusätzlich eine Stiftung 4,19 % Mitgliederzuwachs im Jahr 2018 42,6 % weibliche Mitglieder rund 24 % Jugendliche und junge Erwachsene unter 26 Jahren rund 18 % Mitglieder über 60 Jahre 321 öffentlich zugängliche Berg- und Schutzhütten in den Alpen und deutschen Mittelgebirgen mit rund 20.000 Übernachtungsmöglichkeiten 2 Mio. Tagesgäste/Jahr rund 800.000 Übernachtungen/Jahr 30.000 km Wege und Steige (zusammen mit dem ÖAV 50.000 km) 207 Kletteranlagen 10.000 Besucher im Haus des Alpinismus auf der Münchner Praterinsel ca. 165.000 Einzelveranstaltungen/Jahr, vor allem in den Sektionen des DAV in den Bereichen: Breitenbergsport (Wandern, Familienbergsteigen, Klettern etc.), Leistungssport (nationale und internationale Wettkämpfe im Sportklettern und Skibergsteigen, Nachwuchsförderung), Naturschutz (Hochlagenaufforstung, Wanderfalkenbewachung), Kinder- und Jugendarbeit sowie vieles mehr ca. 20.400 vom DAV ausgebildete ehrenamtliche Touren- und Kursleiter für alle Formen des Bergsports und der Familien-, Kinder- und Jugendarbeit 26.764 Ehrenamtliche rund 1,86 Mio. Stunden/Jahr geleistete Ehrenamtsarbeit rund 27,9 Mio. Euro/Jahr volkswirtschaftliche Wertschöpfung durch Ehrenamt  

Der Deutsche Alpenverein e.V. stellt sich vor

Porträt

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Bereits im Jahre 1869 gründeten deutsche und österreicherische Bergsteiger den Deutschen Alpenverein als „bildungsbürgerlichen Bergsteigerverein". Bereits im Jahre 1869 gründeten deutsche und österreicherische Bergsteiger den Deutschen Alpenverein als „bildungsbürgerlichen Bergsteigerverein“. 

Zweckmäßige Ausrüstung ist wichtig!

Bergwandern

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Neben den äußeren Bedingungen und der eigenen Erfahrung ist die richtige Wanderausrüstung entscheidend für die Sicherheit und den Spaß am Berg. Allein oder in der Gruppe, auf bequemen Almwegen oder als anspruchsvolle Gipfeltour, im Mittelgebirge oder in den Alpen: Bergwandern ist vielseitig, man kann fast überall starten und die Tour nach dem eigenen Können auswählen. Die Wanderungen führen über befestigte Kies- und Schotterstraßen, markierte Wege, Pfade und Steige, aber auch hin und wieder durch wegloses Gelände. Exponierte Passagen verlangen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Neben den äußeren Bedingungen und der eigenen Erfahrung ist die richtige Wanderausrüstung entscheidend für die Sicherheit und den Spaß am Berg. 

Die 321 Alpenvereinshütten

Hütten

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Der Alpenverein unterhält in den Alpen und Mittelgebirgen Deutschlands 321 öffentlich zugängliche Hütten mit rund 20.000 Schlafplätzen sowie 30.000 Kilometern Wegen. Ob Ausflugsziel in Seilbahn- oder Talnähe, Schutzhütte in unwirtlicher Umgebung oder Schlafplatz mit viel „Luft“ unter den Betten – die Charaktere der Alpenvereinshütten sind unterschiedlich. 

Der DAV und Antisemitismus

Vergangenheitsbewältigung

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Der Deutsche Alpenverein, der Oesterreichische Alpenverein und der Alpenverein Südtirol haben während eines drei Jahre dauernden Forschungsprojekts ihre jüngere Geschichte wissenschaftlich fundiert aufgearbeitet. Unter dem Titel „Berg Heil! Alpenverein und Bergsteigen 1918 – 1945“ wurden die Ergebnisse im Oktober 2011 in Buchform veröffentlicht und waren 2011/2012 in einer Ausstellung im Alpinen Museum des Deutschen Alpenvereins in München zu sehen. Ein wichtiges Thema ist dabei der Antisemitismus im Alpenverein. Welche Ereignisse waren in dieser Zeit für die Entwicklung der Alpenvereine von Bedeutung? Ein kurzer Abriss: 

Klettern im Deutschen Alpenverein

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Der Klettersport verzeichnet in Deutschland starke Zuwächsr. Das zeigen auch die Mitgliederbefragungen des DAV.

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