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Bücherberg

Helma Schimke: Über allem der Berg

Biografie

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Nach dem Lawinentod ihres Mannes blieb Helma Schimke dem extremen Bergsteigen treu, obwohl sie drei Kinder aufzuziehen hatte. In diesem sehr persönlichen Buch wird ihr „Warum“ verständlich. Die winterliche Watzmann-Ostwand bildet den Rahmen dieses ungewöhnlichen Bergbuchs. Das erste Drittel schildert, wie der Salzburger Richter Konrad Schimke mit zwei Seilpartnern aufbricht, um für eine Expedition zu trainieren; wie er nicht zum vereinbarten Abendessen zuhause zurück ist; wie seine Frau und ständige Bergpartnerin die Bergrettung alarmiert; wie Dutzende Menschen im Schneesturm am Berg wühlen, während Helga zum Zuschauen verdammt auf der Wimbachgrieshütte wartet; wie allmählich die Hoffnung nachlässt, bis sich die Gewissheit verdichtet, dass die drei in einer Lawine gestorben sind.   Im Rest des Buches schildert Helma Schimke, wie sie als alleinerziehende Mutter dreier Kinder und Architektin ihr Leben weiterlebt. Die Berge spielen darin weiterhin eine zentrale Rolle, trotz des Traumas, mit dem sie sie gezeichnet haben. Weiterhin ist sie mit den großen Bergsteigern ihrer Zeit gemeinsam unterwegs, auf Augenhöhe am Seil, findet Geborgenheit in dem Netz dieser Freundschaften und tiefe Freude im Erlebnis am Berg. Bis sie auf den letzten Seiten selbst durch die winterliche Ostwand steigt und erkennt: „Immer wieder ist es wie ein Wunder. Je öfter man zum Berg kommt, umso mehr liebt man ihn. Es ist jedes Mal wie eine Rückkehr in die Heimat. Wie ein Jasagen zu sich selbst.“ 

Mark Synnott: Free Solo im Yosemite

Dokumentation

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Als Alex Honnold den „Free Rider“ (900 m, IX+) am El Capitan ohne Sicherung kletterte, schockierte und faszinierte er die Kletterszene weltweit. Der Autor des Buchs zur Tat hat ihn jahrelang begleitet. Ist dies das Buch zum Film? Zum oskargekrönten „Free Solo“? Jedenfalls ist es ein Gegenstück, denn es kommt – ungewöhnlich für ein heutiges Bergbuch, und doch merkt man es erst überrascht im Rückblick – ohne ein einziges Foto aus (abgesehen vom Titelbild). Nein, es ist nicht das Buch zum Film. Beides sind selbständige Werke, die faszinieren können und die ihre eigene Logik haben. Das Kino-Dokumentar-Epos des Ehepaars Chin folgt dem Protagonisten Alex Honnold hautnah, bis hinein in seinen Wohnwagen und in die Beziehung zu seiner Freundin, und dann auf Fingerspitzennähe in der Wand – so eng, dass man im Kino den Chalkbag vermisst. Im Buch nehmen die 3:56 Stunden von Honnolds Free Solo im „Free Rider“ etwas mehr als zehn Seiten (von 480) ein, und selbst dabei geht es mehr um Hintergründe und Wenn+Aber der einzelnen Stellen als um eine Schilderung von Bewegungen, die man ohnehin im Internet anschauen kann.   Mark Synnott, selbst einer der profiliertesten Bigwallkletterer und Alpinisten der USA, war als Reporter für „National Geographic“ über viele Jahre hinweg mit Alex Honnold unterwegs; spätestens als dieser zum ersten Mal davon redete, einen großen Bigwall am El Capitan free solo zu klettern, war das Langzeitprojekt auch für das Medienunternehmen geboren. So schildert er mit dem Verständnis eines Experten den Werdegang dieses Ausnahmetalents und zeichnet nach, wie viel Vorbereitung, Abwägung und Planung hinter dieser Begehung stand, die die Kletterszene weltweit fasziniert und erschreckt hat. 

Christoph Hainz: Nur der Berg ist mein Boss

Auto-Biografie

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Der Südtiroler Bergführer und Extremalpinist Christoph Hainz erzählt von den Grundlagen seines Lebens und seiner alpinistischen Leistungen. In den umfangreichen Auszügen aus Christoph Hainz Tourenbüchern, die unter vielen anderen zahlreiche Erstbegehungen an den Drei Zinnen verzeichnen, weshalb Hainz den Beinamen „Der Zinnenmann“ trägt, finde ich auch den Eintrag: 2015 Mieminger Berge, Erstbegehung mit Thomas Engel: „Take it easy“ IV-. Mit dieser Bescheidenheit ist der Ton angeschlagen, der das nunmehr zweite Erinnerungsbuch des Südtirolers prägt. Hier geht es dem 1962 geborenen Extremkletterer und Bergführer nicht um die Auflistung seiner sensationellen alpinistischen Taten, sondern um eine ehrliche Standortbestimmung. Er beleuchtet seine bäuerlich einfache Herkunft, erzählt seinen reich bebilderten Lebensweg, beschreibt, was ihm Halt und Sicherheit verleiht, und begründet seine Entscheidung für den Bergführerberuf und gegen eine Existenz als professional climber. Die Freiheit, welche die Berge versprechen, findet er im Umgang mit Freunden und Gästen, unter ihnen Bundespräsident Steinmeier, und zunehmend direkt vor der Haustür. 

Kinder, Senioren und Tiere

Wanderführer

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Die Berge haben Platz für viele. Diese Führer sprechen spezielle Zielgruppen an: Familien, Senioren, Hundebesitzer und „Konditionstiere“.

Thomas Käsbohrer: Am Berg

Lesebuch

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Bedrohliche Bergunfälle, dramatische Rettungsaktionen, nüchtern beschrieben. Diese Mini-Reportagen packen in ihrer scheinbaren Schlichtheit und könnten inspirieren zu einem bewussteren Umgang mit Unsicherheit am Berg. Ein Mensch steckt drei Wintertage lang kopfüber in der Schneeüberdeckung eines Baches und überlebt trotz schwerer Unterkühlung. Zwei Bergwachtler sind ohne Seil am Gletscher unterwegs und verlieren einen Ski in der Spalte. Ein Höhlenforscher bekommt tausend Meter unter der Erdoberfläche einen Stein an den Kopf.   Es sind spektakuläre Unfälle, teilweise aber auch scheinbar unauffällige Szenarien, die dieses Buch versammelt. Wer es aus Lust am Mitgruseln oder gar in voyeuristischem Überlegenheitsgefühl liest, ist aber falsch beraten. Denn in jeder Unfallgeschichte steckt auch die Lehre, wie wenig es braucht vom entspannten Berggenuss zur (Beinahe-)Katastrophe, und wie leicht man selber in solch eine Situation kommen könnte. 

Dani Arnold, Petra Jörg: Warum das alles?

Lesebuch

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Warum reden gerade Spitzenbergsteiger gerne von der „Kunst des Umkehrens“? Das versteht, wer sich von Dani Arnold von den High- und Lowlights seines Lebens als Profibergsteiger erzählen lässt. Extrembergsteiger: Das sind doch die, die für ihre Sponsoren und einen guten Instagrampost ihr Leben aufs Spiel setzen? Von wegen! Der Schweizer Dani Arnold ist durch seine Rekordzeit in der Eiger-Nordwand (Heckmairroute in 2:28 Std.) einem größeren Publikum bekannt geworden und hat seither immer wieder mit starken Aktionen nachgelegt. Nun hat er zusammen mit Petra Jörg ein Buch geschrieben – und es ist keine Selbstbeweihräucherung in Heldenpose. Im Gegenteil: Seine Leistungen nimmt Arnold als Aufhänger, um darzustellen, was dahinter steckt. Vorbereitung und Planung, Versuch und Scheitern, Risiko und Umgang mit der Angst. Ehrlich und hautnah erzählt er auch davon, was alles schief gehen kann, wie wichtig Sicherheitspuffer sind und dass man letztlich ohne eine gewisse Portion Glück trotzdem auch Pech haben kann. Insofern kann man das Buch geradezu als Lehrschrift nutzen: Hier gibt jemand, der sehr viel im Alpinismus erlebt und nachgedacht hat, Tipps aus erster Hand, die jedem helfen können, der die Berge auch als Playground für die persönliche Grenze sieht. 

Wanderführer Mittelgebirge

Wanderführer

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Gerade im Frühling und Spätherbst, wenn die Berge noch nicht oder nicht mehr zugänglich sind, entfalten die deutschen Mittelgebirge einen besonderen Reiz. Und ihren Anwohnern sind sie ganzjährige Wanderheimat. 16 Vorschlagssammlungen, die in jüngerer Zeit erschienen sind.

Nicholas Mailänder: Er ging voraus nach Lhasa

Biographie

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Einblicke in ein Entdeckerleben aus dem vordigitalen Zeitalter und eine notwendige Ergänzung zu einem Weltbestseller liefert diese gründlich recherchierte Biographie. Nico Mailänders Aufschnaiter-Biographie „Er ging voraus nach Lhasa“ ergänzt und korrigiert Heinrich Harrers Helden-Mythos „Sieben Jahre in Tibet“ und gewährt Einblicke in das Leben eines Mannes, der im Auftrag der Nazis den Himalaya bereiste und dort als Entdecker und Entwicklungshelfer weiter lebte.   Eigentlich wusste man es schon längst, dass Heinrich Harrer nicht alleine in Tibet unterwegs gewesen war. Seinem bislang in der Öffentlichkeit kaum bekannten Begleiter Peter Aufschnaiter, 1899 in Kitzbühel geboren und nach seinem Tod 1973 dort begraben, hat Nico Mailänder jetzt eine umfangreiche Biographie gewidmet, die in ihrem Titel behauptet, dass der Tiroler den Weg der beiden nach Lhasa vorangegangen sei. Die generelle Vorgängerrolle zu untermauern, dazu ist Mailänder wie kaum ein anderer berufen. Er hat tief in den Archiven gegraben und Bibliotheken und Zeitzeugen besucht, wie er es bereits faktenreich und meinungsstark in seiner „Geschichte Münchens als Bergsteigerstadt“ („Im Zeichen des Edelweiß“) aus dem Jahre 2006 praktiziert hat, auf die er auch hier ausführlich zurückgreift.   Einen zentralen Bestandteil der chronologisch angelegten Biographie bilden die 1983 von Martin Brauen herausgegebenen Schriften Aufschnaiters „Mein Leben in Tibet“. Darüber hinaus kommt Aufschnaiter umfangreich in seinen Tagebuchnotaten zu Wort, die allerdings in ihrer Detailverliebtheit bisweilen eine anstrengende Lektüre bieten. Der überaus Sprachbegabte beschäftigte sich schon seit seiner Gymnasialzeit in Kufstein, angeregt durch die Reiseberichte Sven Hedins, „mit dem Studium der indischen Sprache Hindi, des Nepali und des Tibetischen“. Nach kurzem Kriegseinsatz an der Presanella-Front absolvierte Aufschnaiter in den Zwanzigern an der TU München ein Landwirtschaftsstudium und trat dem Akademischen Alpenverein München bei. Hier trafen sich Jungakademiker, die sich nicht nur für Berge begeisterten, sondern auch für einen völkisch-revanchistischen Nationalismus. In Paul Bauer fand Aufschnaiter einen lebenslangen Freund.   Bauer war es auch, der den Bergkameraden 1929 zu einer Expedition zum Kangchenjunga einlud, mit der er den deutschen Wettstreit um die Erstbesteigung der Achttausender eröffnete. Gleichzeitig wies er den zukünftigen Unternehmungen die politische Richtung: „Der Kampf um die Gipfel des Himalaja fügt sich ein in die Reihe der Taten, die das Recht und die Fähigkeiten der weißen Rasse, die fernen Erdteile zu beherrschen, dem Nachdenklichen beweisen.“ Obwohl dieser und der 1931 nachfolgenden Expedition kein Gipfelerfolg beschieden war, gelangte Aufschnaiter doch in jene Weltgegend, die ihm zum Schicksal werden sollte. Im April 1933 trat Aufschnaiter der in Österreich im Untergrund wirkenden, illegalen NSDAP bei, während sein Freund Bauer in Deutschland eifrig die Gleichschaltung des Alpenvereins betrieb.   Seine zunächst nur bedingt erfolgreichen Bemühungen erreichten 1936 einen Höhepunkt mit der Gründung der „Deutschen Himalaya-Stiftung“, de facto „nichts anderes als die für Auslandsfahrten zuständige Abteilung des nationalsozialistischen Fachamtes für Bergsteigen“. Dessen Geschäftsführung übernahm Peter Aufschnaiter. In dieser Funktion leitete er 1939 eine vierköpfige Erkundungsfahrt zur Diamirflanke des Nanga Parbat, an der auch der Grazer „Eigerwandbezwinger“ Heinrich Harrer, SA-Mitglied seit 1933, teilnahm. Bei ihrer Rückkehr wurden die Vier in Karachi vom Ausbruch des Krieges überrascht und von den Engländern in verschiedenen Lagern interniert. Von dort gelang Aufschnaiter und Harrer 1944 die Flucht über den Himalaya ins neutrale und gerade daher für Ausländer verbotene Tibet, von wo aus man die japanische Einflusssphäre zu erreichen hoffte. Damit nähern wir uns dem Hauptteil der Biographie, der wesentlich von den Aufzeichnungen Aufschnaiters getragen wird. 

Rudi Palla: In Schnee und Eis

Alpinismus-Geschichte

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Wie funktionierte das Reisen und Bergsteigen im Himalaja Mitte des neunzehnten Jahrhunderts? Ein lebendig geschriebenes Buch über die Expedition der Brüder Schlagintweit lässt es nachvollziehen. Die dreijährige Reise (1854-57) der Brüder Hermann, Adolf und Robert von Schlagintweit durch den Himalaja ist eine der berühmtesten Expeditionen aus der Frühzeit des Alpinismus. Viele Besucher sahen die Ausstellung dazu im Alpinen Museum des DAV. Was es aber wirklich bedeutete, sich in dieser Welt zu bewegen, das lässt der Autor Rudi Palla in journalistischer Erzählung lebendig werden. Wie Alexander von Humboldt als Drahtzieher in England die Finanzierung und Beauftragung klarstellte; wie die Brüder zwischen Blutegel-Dschungeln, Gletschern und viktorianischen Herrschaftshäusern pendelten und unzählige wissenschaftliche Sammelstücke anhäuften; wie Wissenschaft, Politik und Alpinismus auf den höchsten Bergen aufeinandertrafen. 

Stefan Glowacz: Grönland Coast to Coast

Expeditionsbericht/Bildband

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Auch wenn er zum Teil scheitert, liefert Stefan Glowacz große und eindrucksvolle Bil-der von harten Männern und hohen (Wellen- und Eis-) Bergen Natürlich ist Stefan Glowacz ein begnadeter Markenbotschafter und Selbstvermarkter. Das sind heute notwendige Eigenschaften, um die ganz großen Abenteuer unserer Zeit überhaupt finanzieren zu können. Tatsächlich reichen grenzenloser Ehrgeiz und maximales sportliches Können oft nicht aus, wenn man ein anspruchsvolles Ziel by fair means, also mit geringst möglicher Umweltbelastung erreichen will. 

Alexandra David-Neel: Briefe aus Tibet

Reisebericht

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Die ungewöhnliche Reise einer starken Frau in die verbotene Stadt – beschrieben aus ihrer eigenen Live-Perspektive. So wird eine Legende lebendig und greifbar. „Würde man mir eine Million bieten, damit ich das Abenteuer unter denselben Bedingungen wiederhole, dann würde ich wohl ablehnen.“ So schreibt Alexandra David-Néel (1868-1969) über ihren dreijährigen Fußmarsch, der sie, gemeinsam mit einem jungen Mönch, als wohl erste weiße Frau ins verbotene Lhasa führte und quasi zu einer französischen Nationalheldin machte. In „Mein Weg durch Himmel und Höllen“ hat sie die legendäre Reise beschrieben, nun liegen ihre Briefe vor, in denen sie ihrem Mann von unterwegs berichtet. In klaren, meist nüchternen Worten, aber mit einer Prise Humor und genau beobachtet. Sie berichtet freizügig von ihrem rigorosen Umgang mit den „Wilden“, von der Angst vor Räubern, von Krankheit, Kälte und Mühsal – und legt damit eindrucksvoll Zeugnis ab, „was der Wille einer Frau vermag.“ 

Kriemhild Buhl: „Papa Lalalaya“

Familien-Biographie

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Wie lebt man als Frau oder Tochter eines Extrembergsteigers? Vor allem, nachdem er tödlich abgestürzt ist? In packender Ehrlichkeit schildert die Tochter von Hermann Buhl den Weg ihrer Familie. „Ist es nicht viel heldenhafter, den Alltag mit Würde zu bewältigen, ohne zu fallen?“ Diesen Gedanken legt Kriemhild Buhl ihrer Mutter „Generl“ in den Mund – er trägt uns Leser durch ihr Buch „Papa Lalalaya“. So nannte das Mädchen seinen Vater Hermann Buhl. Hautnah, ja bis unter die Haut gehend, schildert sie seine „Familiengeschichte“: die große Liebe zweier junger Menschen; ein strahlendes Paar im Glanz des Nanga Parbat; eine einsame Witwe mit drei kleinen Mädchen. Ehrlich und tiefschürfend, packend und humorvoll, poetisch und ergreifend erzählt sie von Leben, Liebe und Tod. 

Matthias Schickhofer: Schwarzbuch Alpen

Umwelt-Sachbuch

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Befunde und Therapievorschläge: Schickhofer legt nahe, dass die Alpen wieder wilder werden könnten, ohne arm zu werden, und dass beheizte Sessel im Lift nicht die Herzen wärmen. Verursacht das drohende Aus fürs Skifahren durch warme Winter nun eher ein Chaos in der Tourismusbranche oder bedeutet es eine Chance? In Schwarzbüchern werden gewöhnlich Missstände gesammelt und Illegales aufgedeckt. In dieser Hinsicht gehört der Titel eher zu den weniger borstigen Exemplaren. Denn seine Anklage ist weit mehr als eine bloße Schimpfrede. Schickhofer beschreibt zwar einerseits sachkundig und mit Details versehen Kraftwerksplanungen mit zweifelhaftem Allgemeinnutzen und Seilbahn-Ausbaupläne für eine Klientel, die seiner Analyse zufolge schwindet wie die Gletscher um sie herum. 

Marktgemeinde Bad Hindelang (Hrsg): Kühe. Menschen. Berge

Kulturerbe-Doku

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Sie sind kulturelles Welterbe und Projektionsfläche blasser Städter: Die Kuhweiden nördlich und südlich von Bad Hindelang sind bis heute Kleinbetriebe, mit geographischer Schräglage, aber nicht in wirtschaftlicher. Diese Aufstellung zählt jede Kuh. Das, was in vielen Gebieten der Alpen die Almen sind, heißt im Allgäu Alpe. In der Mehrzahl Alpen, was zur Verwirrung beitragen kann. Vermutlich entstammt der Name des Gebirges dieser Bezeichnung. 

Christian Zott (Hrsg.): Heimat? Ammertal!

Tal-Monografie

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Ein Unternehmer finanziert ein Buch über sein Herkunftstal. Ist das ein Ausdruck von Heimatliebe? Oder eines schlechtes Gewissens, fortgegangen zu sein? Vordergründig geht es ums Ammertal. Aber dann doch um Christian Zott, der mit 50 Jahren aus der Führungsposition seines Unternehmens zurücktrat und seinerzeit als Teilzeit-Geschäftsführer durch Europa wanderte. Der in seinem eigenen Verlag diesen Titel in Auftrag gab. Als Autor beauftragt er den Hamburger "World Press Award"-Fotografen Hans-Joachim Ellerbrock, während eines Jahres das Tal und Protagonisten in Wort und Bild zu portraitieren. 

David Boyd: Die Natur und ihr Recht

Umweltplädoyer

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267 Seiten Reportage zum Naturrecht: David Boyd gibt Flechten bis Füchsen mit juristischer Expertise eine Stimme und erläutert anhand von bisherigen Umwelt-Gerichtsverfahren, dass Naturrechte tatsächlich einklagbar sind. David Boyds Fazit ist vorhersehbar und es ist klar: Pflanzen und Tiere besitzen ein Lebensrecht. Das sollte in der Rechtsprechung verankert werden und auf lange Sicht sei das auch für alle Menschen gut.   Es wäre jedoch verkehrt, diese Forderung als Gefühligkeit eines kanadischen Outdoor-Enthusiasten herunterzuspielen. Boyd ist Umweltexperte und Professor der Rechtswissenschaften an der University of British Columbia. Sein Wort hat Gewicht bei Regierungen und seine sauber recherchierten Beispiele wiegen schwer bei jenen, die Menschen als privilegierte Lebewesen der Erde betrachten. 

Werner Bätzing: Die Alpen. Das Verschwinden einer Kulturlandschaft

Illustrierte Dokumentation

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Der "Alpenprofessor" Werner Bätzing als Fotograf - diese Kombination hatte man bisher kaum auf dem Schirm. Doch mit diesem Bildband zeigt er in detailreichen Abbildungen, dass wissenschaftliche Dokumentation anschaulich und spannend sein kann. Dreifaches Alphorntrööt! Die Berge bezwingen? Das machen nicht nur Alpinisten, das ist auch ein Trend in der Hochalpinismus-Architektur. Hütten und hochgelegene Seilbahnstationen wurden über Jahrzehnte mit Natursteinen gebaut oder wenigstens verblendet. Neuerdings werden alpine Bauten als Fremdkörper ins Gebirge gepflanzt. Werner Bätzing dokumentiert diese Entwicklung. Er belegt sie mit zurückhaltenden Fotografien. Er beobachtet die Veränderung in den Alpen seit langem aufmerksam, er ist der kluge Kenner der Kulturlandschaft, erläutert detailliert in ausführlichen Bildlegenden, aber immer so verständlich wie möglich. 

V. Borkmann, S. Rief, S. Strunck: Der Alpentourismus der Zukunft

Sachbuch

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Alpenhotelvisionen 2030: Szenarien für eine künftige Alpenvermarktung aus dem Tourismuslabor. Mehr Chichi statt Ski, mehr Individualität statt Interrrail-Mentalität? Wenn die Bank für Tirol und die Explorer Hotels Entwicklungs GmbH eine Studie in Auftrag geben, dann stellen verständlicherweise Hotelkonzepte das Ergebnis der Untersuchung dar, nicht Zeltplätze. Es bringt aber nichts, solche Partnerschaften zu bejammern. Vielmehr sollten sie und ihre Resultate kritisch zur Kenntnis genommen werden.   In den vorgestellten Szenarien ist glücklicherweise nicht von berggroßen neuen Hotelkomplexen die Rede. Die neuen Hotels heißen "Y", offenbar in Anlehnung an die Zielgruppe, die Generation Y, das bezeichnet die Geburtsjahrgänge 1980 bis 2000, aber auch Menschen, die den Begriff "offline" mit "scheintot" gleichsetzen. 

Sébastien Decad: Viva Montanya

kooperatives Brettspiel

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Auf geht’s! Rama dama! Es ist Frühling, der Schnee schmilzt und Maulwurf, Hermelin, Wasseramsel und Gebirgsmolch kommen langsam aus ihren Winterverstecken. Aber am Hang liegt noch der ganze Dreck, den die Touristen in der Skisaison einfach dorthin geworfen haben. Und der muss weg, bevor der Schnee geschmolzen ist. Also ziehen zwei bis sechs Spieler gemeinsam los und sammeln Müll. Gelingt es ihnen, bevor der Schnee bis hinauf zur Gipfelstation geschmolzen ist, gewinnen sie gemeinsam. Andernfalls verlieren alle. Miteinander statt gegeneinander lautet das Motto.   Jeder wirft in seinem Zug einen Würfel. Erscheint darauf ein Abfalleimer, darf er ein beliebiges Müllplättchen in den dreidimensionalen Abfalleimer werfen. Liegt hingegen die Sonne oben, steigt die Schneegrenze und aus weißem Hang wird grüne Wiese. In den meisten Fällen würfelt der Spieler jedoch das Bild eines Tiers. Jetzt muss er ein Müllplättchen anheben. Befindet sich darunter ein Bild des gleichen Tiers, darf er den Abfall entsorgen. Merkfähigkeiten wie bei Memory sind daher gefragt. Ein Hermelin, das habe ich doch schon gesehen, aber wo war das nur – solche Fragen treiben die Spieler um. Dabei dürfen sie sich gegenseitig helfen und Tipps geben, schließlich geht es ja um das gemeinsame Ziel. 

Uwe Rosenberger: Spring Meadow

Brettspiel

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Wer zuerst zwei Wandernadeln erspielt, gewinnt. Spring Meadow ist geeignet für alle, die auf der Hütte oder nach der Tour noch gerne etwas spielen. Für ein bis vier Spieler ab 10 Jahren. Pro Spieler veranschlagt der Verlag 15 Minuten Spielzeit. Unsere Tester haben deutlich weniger gebraucht, dafür aber öfter gespielt. Schön, wenn sich Brettspiele thematisch mit der Welt der Berge befassen, noch schöner, wenn man sich damit einen richtig netten Abend machen kann. Das ist bei Spring Meadow ganz sicherlich der Fall. Großer Pluspunkt: Der Einstieg ist leicht, Anfängern sind die Regeln rasch erklärt. Das ist wichtig, will man auf der Hütte Mitspieler finden. Thematisch geht es um saftige Bergwiesen und -blumen, die im Frühling den Schnee verdrängen – und um neugierige Murmeltiere, die aus dem Winterschlaf erwachen und aus ihren Löchern kriechen. Daher auch der Name: Spring für Frühling, Meadow für Wiese/Weide. 

Carlo A. Rossi: Mountains

Brettspiel

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Mit der richtigen Ausrüstung auf den Gipfel kommen, das ist das Ziel bei Mountains. Und weil Bergsport oft eben auch Teamsport ist, ist man in einigen Situationen auf die Hilfe der Mitspieler angewiesen. Das heißt: viel Interaktion, und die bringt dann auch viel Spaß an den Tisch. Hier können Kinder ab 8 Jahren mitspielen, denen vor allem die Ausstattung gefallen dürfte, aber auch für ältere Mitspieler ist es kurzweilig und verspricht einen netten Abend. Für zwei bis fünf Spieler. Ein kleiner roter Stempel sorgt für die Belohnung – den Eintrag im Gipfelbuch. Den bekommen die Spieler, die die geforderte Ausrüstung für eine Tour aufbringen. Und das sind die Spielkarten in der eigenen Hand plus die in den Händen der Mitspieler. Wer welche Karten hat, erfährt man erst im Laufe des Spiels, und das sollte man sich dann auch gut merken. Hat mein Gegenüber den Helm oder die Steigeisen? Hat mein Nachbar eventuell eine Trinkflasche gezogen? 

K.+B. Teuber: Catan – Der Aufstieg der Inka

Brettspiel

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Ein Spiel für alle, die an Fernweh leiden oder sich schon auf eine Trekkingtour in den Anden freuen. Thema sind die Aufstiege und Niedergänge der Hochkulturen in Anden, was liebevoll und fantasievoll umgesetzt worden ist. Für drei bis vier Spieler ab 12 Jahren. Interessierte Kinder können aber sicherlich schon ein paar Jahre früher starten. Ein Spiel dauert etwa 90 Minuten – je nachdem, wie lange ein Straßen- oder Siedlungsbau von den jeweiligen Spielern abgewogen wird. Die Siedler von Catan sind ein Klassiker und den meisten der Menschen bekannt, für die Wandern und darauffolgender Spieleabend zusammengehören. Nun gibt es eine neue Version, die ohne Grundausstattung spielbar ist. Der Autor Klaus Teuber ist schon ein paar Jahre von den Hochkulturen in den Anden fasziniert und fragte deshalb seinen Sohn Benjamin, ob der nicht mit ihm ein Catan-Spiel zum Thema entwickeln wolle. 

Gerhard Junker: Blocky Mountains

Geschicklichkeitsspiel

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Eine ruhige Hand und etwas Geduld brauchen die Spieler von Blocky Mountains. Mit Schnur und Stäben manövrieren sie einen Wanderer und einen Bär durch einen Parcours und müssen dabei auch noch den Proviant an die richtige Stelle schieben. Für ein bis vier Spieler ab fünf Jahren, die sich zwischen zwei bis 30 Minuten, je nach Alter auch länger, mit verschiedenen Gipfeln aus Holzsteinen vergnügen können. Die Spieler wandern durch die Blocky Mountains. Es wird geklettert, balanciert und auch gerutscht. Übertragen heißt das: geschoben, gehoben und irgendwie so ein bisschen geangelt. Eine nette Abwechslung zu den traditionellen Brettspielen.   Auch wenn das Spiel schon ab 5 Jahren geeignet ist, ohne ältere Mitspieler geht erst einmal gar nichts, müssen die doch erst einmal die Regeln durchlesen und die Kinder damit vertraut machen. Schritt für Schritt führt die Anleitung an das Spiel heran. Da gilt es erst einmal einen Grundkurs zu absolvieren, in dem gezeigt wird, wie die Wanderer mit verschiedenen Situationen, beispielsweise einem Baumwipfel oder einer Felsspalte, umgehen. Auf alle Fälle ist es bei kleinen Mitspielern ratsam, dass größere erst einmal alleine die Regeln durchlesen und das Spiel schon einmal aufbauen. Dann ist es jedoch rasch erklärt. 

Wanderführer zu fernen Zielen

Wanderführer

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Natürlich sind die Alpen so groß, dass man nie all ihre Wandermöglichkeiten erschöpfen kann. Doch fremde Länder locken, denn dort kann man neben neuen Bergen auch andere Menschen kennenlernen. So sind diese Führer auch immer ein bisschen Kultur-Ratgeber. Von Island bis Neuseeland reicht das geographische Spektrum dieser Reise- und Wanderführer. Zwei Bücher fallen besonders auf: Die „Toptrails Nordamerika“ und „Neuseeland Live“ haben größeres Format und mehr Umfang, das Neuseeland „ComboBook“ integriert zusätzliche Bilder, Videos und GPS-Dateien auf der mitgelieferten SD-Karte. Doch auch bei den anderen Führern sind GPS-Tracks meist downloadbar; im Buch findet man für die Planung Höhenprofile und Karten, die bei Rother dank der Höhenlinien informativer wirken.   Das Format der anderen Führer ist klein und handlich, sie passen gut ins Reisegepäck. Da es in weniger bekannte Regionen als in die Alpen geht, sind die Informationen zu Land und Leuten, Infrastruktur und Besonderheiten im vorderen Teil oft besonders umfangreich. Dann folgen manchmal viele, gelegentlich auch nur zwei, drei Dutzend Tourenbeschreibungen; das sollte aber immer für einen ersten Urlaub reichen – vielleicht sogar für einen zweiten, wenn man auf den Geschmack kommt. 

DAV (Hrsg.): Jubiläums-Tourenbuch

Wander- und Tourenführer

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Das gab’s noch nie: zum 150 Jubiläum des DAV stellen Ehrenamtliche aus seinen Sektionen Lieblingstouren aus ihrer Region oder ihren Arbeitsgebieten vor. Die ganze Vielfalt des Vereins auf 350 Seiten. „Der beste Beweis für die Vielfalt und für die Lebendigkeit des Bergsports im DAV ist dieses Buch“, schreibt der DAV-Präsident Josef Klenner im Vorwort des Buches. Und wo er Recht hat, hat er Recht: Im Jubiläumstourenbuch geht es hinauf auf Dreitausender in den Ötztaler Alpen und vorbei an den schroffen Wänden des Wilden Kaisers, aber auch durch die offene Landschaft der Nordheide, auf den aussichtsreichen Harz und hinab in die Fränkischen Höhlen. Ob gemütlicher Familienausflug, anspruchsvoller Klettersteig, Mehrtagestour, Klassiker oder Geheimtipp – für jeden Geschmack ist etwas dabei. 

Dieter Braun: Die Welt der Berge

Kinderbuch

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Wer beim Stichwort „Berge“ nur an die nahe liegenden Alpen denkt, wird sich wundern, wie vielfältig die „Welt der Berge der Welt“ ist; dieses wunderbare Bilderbuch entführt zu einer fantasievollen Reise in die Unebene. Was ist das überhaupt, ein Berg? Wie wächst und vergeht er? Wer wohnt denn dort? Wie gehen Menschen mit Bergen um? Würde man Kinder ihre Fragen zum Thema „Berge“ formulieren lassen, käme vielleicht so etwas heraus. Und dieses Buch würde die Antworten dazu liefern. Dabei ist es kein Lexikon, eher so was wie eine gedruckte „Sendung mit der Maus“. Der Autor lässt sich treiben, wie ihm die Fragen in den Sinn kommen. Die Themen sind nicht starr gegliedert, Abwechslung regiert: hier ein Berg, da ein Tier, dann eine Sportart, ein Gebirge oder etwas über Gletscher oder Erosion. Jeweils eine Doppelseite beschäftigt sich mit einem Stichwort, zeigt eine formatfüllende Illustration, oft mit hübschen Details, und bringt in knappen, aber prägnanten Texten die wesentlichen Informationen, die gut erklären und vielerlei auch weniger Bekanntes vermitteln. 

Charly Wehrle: 400 Kilometer Heimat

Lesebuch

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Ein etwas anderes Buch vom etwas anderen Wandern: Die Umrundung seiner Heimat Oberschwaben ist für den Hüttenwirt und Autor Charly Wehrle nur Aufhänger für Geschichten zu Land und Leuten. Charly Wehrle hat sich als Hüttenwirt ins Herz vieler Bergfreunde gearbeitet: zuerst auf dem legendären Klettererdomizil Oberreintalhütte, dann auf der Reintalangerhütte am Weg zur Zugspitze, und seit einigen Jahren auf der kleinen Frederick-Simms-Hütte in einem wilden Winkel der Lechtaler Alpen. Seine Bücher über das Leben als Hüttenwirt, über Geschichten rund ums Oberreintal oder auch sein Film über das „Musik-Trekking“ zu seinem Hüttenhelfer und Freund in Nepal haben eine große Fangemeinde. Unprätentiös und auf Augenhöhe schreibt der gebürtige Schwabe, der viel von der Welt gesehen hat und dabei seine Heimat im Herzen trägt. 

Satellitenbildkarte: Nepal

Draufblick

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Die neueste Karte der Satellitenbildwerkstatt albedo39 zeigt das Bergsteiger-Traumland Nepal: als Blick aus dem Weltall. Die Firma albedo39 hat sich auf die Verarbeitung und künstlerische Präsentation von Satellitenbilddaten spezialisiert. Zu ihrem Angebot gehören ein Buch und Kunstdrucke von Satellitenbildern und mittlerweile 20 Karten. Dazu werden Dutzende von Satellitenbildern zusammengesetzt und in der Farbgebung aufeinander angepasst, die Wasserflächen werden lebendig gestaltet, eine leichte Schummerung erzeugt einen Reliefeindruck, und wesentliche geographische Namen sind angegeben. 

Kalender 2019

Bergwelten

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Die Zeit in den Bergen ist wohl die schönste. Aber auch Zeit mit Bergen hat was. Um sich den Gipfeln der Leidenschaft immer nahe und verbunden zu wissen, sind diese spektakulären Wandkalender wertvolle Zeit-Maschinen.

Rudi Hurzlmeier: Land der Berge

Steilwandpoesie

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Die edlen, großen Berge! So edel und groß können sie gar nicht sein, dass man ihnen und ihren Besuchern nicht auch lachend beikommt. Vor allem mit so schrägen Perspektiven wie dieses Buch. Was für ein herrlich verrücktes, irrwitzig schräges, hoffnungslos abgedrehtes „Bergbuch“. Schon der Begriff „Steilwandmalerei“ verspricht so viel wie der rucksacktragende Gipfelstürmerdackel auf dem Titelbild. Rudi Hurzlmeiers farbige Bilder erinnern ein bisschen an seinen österreichischen Kollegen Gerhard Haderer, sind aber im Detail feiner gearbeitet und zitieren auch mal große Meister. Zwischen Absurdistan und Wahnsinn, Kitsch und Karikatur oszillieren die Werke des zweimaligen Deutschen Karikaturenpreisträgers, und man mag sich fragen, aus welchem Material der Spiegel gemacht ist, den er uns Bergfreunden da vorhält. 

Papercraftmountains: Bergmodelle

Basteln/Spielen

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Bergreliefs sind faszinierende Artefakte, die das Regal jeder Bergfreundin aufwerten können. Zwei junge Kartografie-Experten bieten nun Reliefs berühmter Weltberge an – zum Selberbasteln aus festem Karton. Das ist ein ganz besonderes Vergnügen oder Geschenk: den Lieblingsberg selber basteln und von da an immer im Regal haben – ob Matterhorn, Uluru (Ayers Rock) oder Fujiyama. Zwei Brüder aus Stuttgart machen das möglich und bieten ihre Modelle zu verblüffend günstigen Preisen (1,50 bis 6 Euro) an. Die meiste Arbeit muss man natürlich selber reinstecken; aber gerade das kann ja den Reiz ausmachen, wenn unter feinen Fingern allmählich aus flachem Karton ein dreidimensionales, naturnahes Bergrelief entsteht. 

Piotr Karski: Berge!

Kinderbuch

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Ein etwas anderes Kinderbuch, Bergbuch, Bastel- und Mitmachbuch – das den Kolleg*innen von der JDAV so gut gefallen hat, dass sie es allen Kindern und Junggebliebenen empfehlen. Norden – Gipfel – Murmeltier – Wollpullover. Was haben diese Begriffe gemeinsam? Alle haben etwas mit Berg zu tun. Und kommen deshalb in diesem ungewöhnlichen Buch vor, das die Berge von allen Seiten beleuchtet und einen tiefen Einblick gibt.   In verschiedenen Abschnitten bietet es wichtige Infos, regt zum Mitmachen und Ausprobieren an und gibt Tips und Tricks für die großen und kleinen Erlebnisse am Berg: Beobachte das Wetter, schreibe einen Tourenplan und stelle eine Rucksackpackliste zusammen. Lege Wege an, zeichne Wegweiser, lass Wasserfälle und Gletscher entstehen. Geh auf die Piste, lerne Wichtiges über Lawinen und schneide Schneeflocken. Folge der Wolfsspur, fülle dem Bär seinen Bauch und hilf Murmeltieren beim Höhlenbau. Ob das Geheimnis des Yetis gelüftet wird? Das müsst ihr selbst herausfinden.     In diesem vielseitigen Buch dreht sich alles um die Berge dieser Welt; es überzeugt mit seinen Inhalten Flachlandtiroler und Bergfexe gleichermaßen. Und obwohl es eigentlich für Kinder gemacht ist, sind wir von der Jugend im Deutschen Alpenverein überzeugt: Da ist für alle was drin. Für zu Hause, den Urlaub oder die JDAV-Gruppe – jede Menge Anregungen rund um die Erlebnisse in den Bergen. Wir finden: ganz schön viel Berg in einem Buch. 

Irmgard Braun: Tod an der Alpspitze

Bergkrimi

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Der neueste Krimi der Journalistin und Kletterin Irmgard Braun führt in die Gegend um Garmisch-Partenkirchen – und in die menschlichen Abgründe von Stalking, Eifersucht und Eitelkeit. Feinsinnige Spannung in großer Landschaft. Nach zwei Krimis mit der Detektiv-Seniorin Monika Trautner hat Irmgard Braun in ihrem aktuellen Bergkrimi wieder eine neue Besetzung aufgestellt: Jana, eine Grafikerin und begeisterte Kletterin, gerät ins Visier eines Stalkers: Er legt ihr an ihrem Geburtstag rote Rosen auf die Notkarspitze, schenkt ihr die Wunsch-Kletterschuhe, macht aus ihrer Abneigung gegen Gipfelkreuze einen realen Anschlag – und Janas Mann Bruno entpuppt sich als krankhaft eifersüchtig. Dann kommt er bei einer Bergtour auf die Alpspitze auf dramatische Art ums Leben. Der Polizeibergführer Sebastian glaubt wie Jana nicht wirklich an einen Unfall; hat einer von den Begleitern aus der Klettergruppe nachgeholfen? Im Oberreintal und anderen Bergregionen forschen die beiden nach Hintergründen. Zuletzt stellen sie dem Täter eine Falle – die ihnen beinahe selbst zum Verhängnis wird… 

Bingham / Thompson / Wiener: Alpenclub der Tiere

"Kinder"buch

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Wenn Elefant, Löwe und Nilpferd sich unter Führung von vier Bären ans Seil binden, um einen Berg zu erklimmen, kann manches passieren – wie dieses über hundert Jahre alte, topaktuelle Bilderbuch belegt. 1910 erschien „The Animals Alpine Club“ des englischen Kinderbuchautors Graham Clifton Bingham, illustriert von George Henry Thompson. Der Alpinismus war gerade dabei, sich vom Bürger- und Eliten- zum Breitensport zu entwickeln, noch präsent in den Köpfen waren die Bilder von den englischen Touristen, die in Karo und Knickerbocker von eingeborenen Bergführern auf die Zinnen gehisst wurden. Typische Bildmotive der damaligen Zeit wird auch der Illustrator vor Augen gehabt haben, als er seine Seilschaft über Gletscherspalten, zu Alphüttenfest, Sonnenaufgang und Gipfeltanz schickte. Und wenn Hippo und Jumbo ganz oben einen Freudentanz aufführen, während die Führer-Bären sich gemütlich der Vertilgung fester und flüssiger Vorräte widmen und Leo, der König der Tiere, sich nach einem Sturz schon längst aus- und abgeseilt hat: Dann mögen nicht nur Zyniker Parallelen erkennen. 

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